Wenn Kinder zeitweise allein zu Hause sind, sollte der Hilfeweg einfach sein.
Ein Kind sollte in einer schwierigen Situation keine komplizierte Kontaktliste abarbeiten müssen. Fadeno wird deshalb auch für Familien gedacht: Eltern konfigurieren vorher, welche vertrauten Personen in welcher Reihenfolge einbezogen werden sollen.
Warum dieser Anwendungsfall wichtig ist
Kinder und Jugendliche sind keine einheitliche Nutzergruppe. Ein jüngeres Kind braucht deutlich einfachere Sprache und weniger Entscheidungen als ein Teenager. Genau deshalb soll der Hilfeweg vorbereitet und altersgerecht gestaltet werden.
Eltern behalten die Kontrolle
Kontakte, Regeln und Eskalationswege sollen von Erwachsenen vorbereitet werden. Das Kind nutzt im Bedarfsfall nur einen möglichst einfachen Zugang und erhält klare Rückmeldung darüber, ob jemand Verantwortung übernommen hat.
Ein Produktkern – mehrere Familiensituationen
- Kind kommt nach der Schule vor den Eltern nach Hause
- Eltern sind kurz außer Haus
- Babysitting- oder Betreuungsfenster
- Großeltern oder vertraute Nachbarn sind zeitweise erste Ansprechpartner
- spätere situationsabhängige Help Plans für unterschiedliche Anlässe
Keine Angstkommunikation
Fadeno soll Familien nicht über Angst verkaufen. Der emotionale Raum ist Vorbereitung, Selbstständigkeit, Vertrauen und die Gewissheit, dass ein vereinbarter Ablauf existiert.
Häufige Fragen
Soll ein Kind selbst Notfallentscheidungen treffen?
Nein. Für jüngere Kinder ist die Produktidee gerade, Entscheidungen zu reduzieren: Ein einfacher Hilferuf startet einen von Eltern vorbereiteten Ablauf.
Ersetzt Fadeno 112?
Nein. Fadeno ist als private Hilfeorganisation gedacht. Bei akuter Gefahr bleibt der öffentliche Notruf 112 der richtige Weg.